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12 Jan 2017

Neue BIM-Datenbank von Tata Steel

Hier beschreibt Alex Small, BIM und Digital Platforms Manager bei Tata Steel den Entwicklungsprozess der BIM-Datenbank von Tata Steel sowie die Herausforderung, BIM-Objekte für Tausende von Produkten zu erstellen.

Alex Small
BIM und Digital Platforms Manager bei Tata Steel

Für eine globale Organisation wie Tata Steel ist die Einführung von Building Information Modeling (BIM) eine enorme Aufgabe, wenn jedes Produktsortiment jeder einzelnen Marke mit einer riesigen Anzahl hergestellter Produkte berücksichtigt werden soll.

Großbritannien ist mit der BIM Level 2-Gesetzgebung ein Pionier bei der BIM-Anwendung in Europa. Das heißt BIM ist eine offizielle Anforderung an alle zentral beschafften Projekte des öffentlichen Bausektors. Daher ist man dort Vorreiter bei der Einführung und Entwicklung von digitalen Planungsprozessen.

Für ein Unternehmen mit der Größe von Tata Steel mit diversen Marken und Produktgruppen, die jeweils hunderte Produkte enthalten, ist die Schaffung einer vollständigen Palette von BIM-Objekten für ein globales Publikum eine gewaltige Herausforderung.

Zu unseren Anforderungen gehörten mehrere Sprachen, einige spezielle technische Anforderungen und verschiedene Software-Plattformen. Um dies zu erarbeiten, wurde für jede Produktgruppe oder Marke innerhalb des Unternehmens ein BIM Champion ernannt. Diese Person war dann für die Erstellung der BIM-Objekte für seine jeweiligen Produktgruppen in Zusammenarbeit mit dem BIM--Netzwerk der Kollegen verantwortlich.

Nach Betrachtung der verschiedenen Ansätze, Berücksichtigung der Ressourcen und Überlegungen wie das während der Entwicklung gelernte Wissen am besten umgesetzt werden kann, wurde ein Projektablaufplan zur Erarbeitung der BIM-Objekte erstellt. Alle Produktgruppen und Marken mussten in einer Reihenfolge ihrer Prioritäten geplant werden, wobei das Vereinigte Königreich die Liste aufgrund gesetzlicher Anforderungen anführte.

Dies bedeutete, dass der Prozess mit der Schaffung der BIM-Objekte jeder Marke und Produktgruppe ständig weiterentwickelt und verbessert wurde, je mehr Objekte erstellt wurden. Während die Objekte einer Marke schon mit Daten gefüllt wurden, wurden die Daten einer anderen Marke gerade zusammengestellt, und die Objekte einer weiteren Produktgruppe wurden innerhalb der Software noch entwickelt.

Dieser strukturierte Ansatz führte dazu, dass jede Marke oder Produktgruppe der Vorherigen folgen und davon lernen konnte, was wiederum Zeit sparte. Im Prinzip ein sich ständig weiterentwickelndes System. Die Objekte jeder Marke wurden daher in einem effektiv gemanagten Arbeitspensum entwickelt, mit der notwendigen Flexibilität eines neuen Systems. Eine kontinuierliche Ablaufplanung ist ideal für eine groß angelegte BIM-Objekt-Produktion und für Aufgaben, bei denen man ständig lernen und sich weiterentwickeln muss.

Für Unternehmen, die ihre BIM Reise erst beginnen, würde ich nicht empfehlen, zu versuchen, das Rad neu zu erfinden. Zeit, Anstrengungen und Geld können eingespart werden, indem man sich Ratschläge von Fachverbänden, Herstellern, Kollegen und Industrieorganisationen einholt. Und schließlich ist Transparenz und Kooperation das Herzstück von BIM. Daher teilt Tata Steel gerne seine Produktdatenblätter mit der Industrie, um die Akzeptanz von BIM zu verbessern und die digitale Planung zu unterstützen.

Die bloße Erwähnung von 'BIM' kann bei einigen schon Panik auslösen, daher ist es wichtig, die Herausforderung in einer vernünftigen Weise zu strukturieren.
BIM-Objekte enthalten Produktinformationen. Diese Informationen sind nicht neu. Sie werden einfach aus einem traditionellen Produktkatalog oder einer Broschüre digitalisiert. Sobald diese Aufgabe in Routine übergeht, ist das Schwerste geschafft und alles kann Schritt für Schritt abgearbeitet werden.

 





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