Fallstudien Skyway Mont Blanc


Skyway Mont Blanc

Bauherr: Funivie Monte Bianco AG, Courmayeur (IT)
Architekt: STUDIO PROGETTI Architekt Carlo Cillara Rossi, Genua (IT)
Generalunternehmung: Doppelmayr Italia GmbH, Lana
Realisierung: 2015
Produkte: FalZinc®, falzbares Aluminium mit einer vorbewitterten Zinkoberfläche

Projekt der Superlative

Der „Skyway Mont Blanc“, komplett vom südtiroler Unternehmen Doppelmayr Italia GmbH in Lana entwickelt, geplant und ausgeführt, wurde nach knapp fünfjähriger Bauzeit Mitte 2015 eingeweiht. Er ersetzt die alte Seilbahn aus den 1940er- und 1950er-Jahren. Die Anlage liegt auf italienischer Seite am Fuße des Mont Blanc und verbindet den Fremdenverkehrsort Courmayeur mit der Helbronner Spitze. Die neue Strecke ist 4,3 km lang und überwindet einen Höhenunterschied von 2.140 Metern.

Die Seilbahn startet an der Talstation Pontal d’Entrèves auf 1.300 Meter Meereshöhe, führt über die Mittelstation, dem Pavillon du Mont Fréty (2.200 m), bis hinauf zur Bergstation Punta Helbronner auf 3.500 m. Die terrassenförmig angelegte Station setzt mit ihren weit auskragenden Baukörpern, der Qualität und Ausführung der gewählten Materialien, innen wie außen, einen spektakulären Kontrapunkt zu ihrer nicht minder faszinierenden Umgebung. Den Besuchern bietet sich von der runden Panoramaterrasse mit 14 m Durchmesser ein außergewöhnlicher 360°-Ausblick über einen großen Teil der 4.000er in den Westalpen: Mont Blanc, Monte Rosa, Matterhorn, Gran Paradiso und Grand Combin. Im Inneren gibt es eine Kristallausstellung, ein Self-Service-Restaurant und eine multimediale Informationsstelle.

Über zahlreiche Multimedia-Bildschirme können Touristen mehr über die Geschichte der Umgebung erfahren. Betreiber der eilbahnlage ist die Gesellschaft „Funivie Monte Bianco“, an der die Autonome Region Aosta maßgebend beteiligt ist. Rund 120 Millionen Euro ließ sich Doppelmayr dieses spektakuläre Unterfangen kosten. Dazu zählen auch die Kabinen mit Panoramaverglasung, die sich während der Fahrt um 360 Grad drehen, des österreichischen Kabinenherstellers Carvatech Karosserie- & Kabinenbau. Mit einer Geschwindigkeit von 9 m/s braucht die Seilbahn vom Start bis zur Ankunft nur 19 Minuten.

Perfektion in Technik und Gestaltung

Bauten in den alpinen Hochlagen müssen allen „Wetterkapriolen“ standhalten. Das erfahrene Ingenieurbüro Holzner & Bertagnolli Engineering GmbH, Lana, erhielt deshalb den Auftrag für die Tragwerks- und Stahlbauplanung von Tal-, Mittel- und Bergstation sowie der Seilbahnstützen. Die große statische Herausforderung bestand in der wirtschaftlichen Bemessung der Beton- und Stahlkonstruktionen angesichts der speziellen klimatischen Bedingungen hier in großer Höhe.

 





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